Browser stellen zweifellos die bedeutendsten Benutzeroberflächen für Internetangebote dar. Mitte 2011 gehörten Mozilla Firefox mit 49,4%, Internet Explorer mit 32,7% und Google Chrome mit 5,9% Marktanteile zu den wichtigsten Webbrowsern in Deutschland. So gut wie jeder, der sich regelmäßig im Internet aufhält, ist schon mal auf Fehlermeldungen und Darstellungsprobleme gestoßen. Die meisten User denken dann sofort an Hardware-Probleme oder Störungen in der Internetleitung. Meist sind die Ursachen viel harmloser und lassen sich mit wenigen Griffen beheben. Verliert der eigene Browser die Konnektivität, schaltet sich automatisch der Offline-Betrieb ein. In diesem Modus verbleiben die meisten Browser (bei den jeweiligen Grundeinstellungen) trotz Wiederherstellung der Verbindung. Um dieses Problem zu beheben, sollten die Browser-Einstellungen unter “Datei” oder “Extras” je nach Programmversion durchforstet und die Option “Offline-Betrieb” oder “Offline-Modus” abgeschaltet werden (meist durch Entfernen eines Häkchens).
Häufig betrifft das Problem nur die gerade besuchte Internetseite. Zu Testzwecken können in diesem Fall eine ähnlich komplizierte Webseite abgerufen oder beim eigenen Provider (etwa yahoo.de oder web.de) Mails abgeholt oder bei Skype oder MSN kurz gechattet werden. Funktionieren die genannten Alternativen, besteht das Problem nur auf der zuerst gewählten Seite. Eine weitere hilfreiche Testmöglichkeit ist die Ausführung eines Ping-Befehls. Unter Windows (XP, Vista oder 7) etwa wird die Konsole zur Eingabeaufforderung aufgerufen, dann z. B. “ping www.google.de” bzw. eine andere häufig besuchte Seite eingegeben und anschließend Enter gedrückt. Erscheinen nun Antworten mit Zeitangaben, gibt es jedenfalls keine Probleme mit dieser konkreten Verbindung. Die Browser speichern alle relevanten Daten vorübergehend im Cache (Zwischenspeicher) ab. Nicht selten ist er aber so mit zum Teil fehlerhaften Daten überfüllt, dass es zu Darstellungsfehlern kommt. Der Cache sollte daher regelmäßig geleert werden. Hierzu muss etwa der “Browserverlauf” unter Internet Explorer oder die “Neueste Chronik” unter Mozilla Firefox gelöscht werden. Als hilfreich hat sich auch die Zurücksetzung des Routers erwiesen. Wer über einen DSL-, Kabel- oder WLAN-Router verfügt, sollte die Kabel und Schnittstellen prüfen und ggf. das Gerät aus- und wieder einschalten. Dadurch kommt es zu einer Neuanmeldung beim Provider. Zudem sollten auch der PC neu gestartet und anschließend die Internet-Verbindung wieder aufgebaut werden.
Beim Betriebssystem Windows werden relevante Informationen zu Internetadressen und -Seiten lokal abgespeichert. Veraltete Informationen können zu einem Versagen beim Aufruf der jeweiligen Seite führen und sollten daher entfernt werden. Hierzu werden im Konsolenfenster zur Eingabeaufforderung nacheinander die Befehle “ipconfig /flushdns”, “ipconfig /release” sowie “ipconfig /renew” eingegeben und jeweils mit Enter bestätigt. Eine weitere Fehlerquelle ist häufig der Desktop-Firewall (oder ein vergleichbares Programm zur Überwachung des Internetverkehrs, etwa ZoneAlarm). Um festzustellen, ob der Firewall für die fehlende Konnektivität verantwortlich ist, sollte er für kurze Zeit abgeschaltet und danach eine vertrauenswürdige Internetseite abgerufen werden. Gelingt das, sollte der Firewall zurückgesetzt werden.